Die Entdeckung

Sie schoben den schweren und wuchtigen aus Stein gefertigten Deckel mit all ihren Kräften die sie noch besaßen ein Stück  zur Seite, als das nur ihr Leib durch die Öffnung rackte, und es schien so als ob eine Treppe hinabführen würde in die Dunkelheit, an einen längst vergessenen und verborgenen Ort.
Nicht länger zögernd stiegen sie in die Gruft hinab, ohne zu ahnen was sie dort unten erwartet.
Mit ihren Schwertern fest umklammert in der einen Hand und ihr verbeultes, durch die etlich geschlagenen Kämpfe, zerkratztes Schild in der anderen, als würden sie einem mächtigen feindlichen Heer entgegentretten, setzten sie einen Fuß vor den anderen.
Und doch war es so, damit sie keine Angst verspürten, keinen Augenblick des Zweifelns vermochte von ihrem Tun Besitz ergreifen. In völliger Dunkelheit dem Nichts entgegen.
Als des Ritters Knappe eine Fackel in Brand setzte, die an der Wand befestigt war und, so hatte es den Anschein, nur darauf wartete den beiden den rechten Weg zu erleuchten.
Als das Feuer sich am größten entfachte, sahen sie wo sie sich befinden und wie weit sie schon gegangen waren.
Ein Gang, bestehend aus voller Gewölben. Moder, Feuchtigkeit und Kälte lag in der Luft, vermischt mit dem Geruch des Feuers der Fackel die in Teer getränkt worden war das sie entfachten.
Mit der lodernden Fackel in der Hand, das Feuer hell erleuchtet starrten sie mit weit geöffneten Augen auf dies was vor ihnen wart.
Ein Saal in mitten der Dunkelheit denn sie betretten hatten erfüllte ihr Augenlicht, doch sahen sie nur so weit als das das Feuer es erhellte.
Sie gingen die Treppe hinab die von der der Empore hinabführte auf der sie standen, steckten die Fackeln in Brand die an den Wänden des riesigen Saales befestigt waren.
Es schien so als ob es einst ein Ort für für heilige Zeremonien gewesen war so reichlich mit Statuen rings um den Saal und prunkvolle Friese an der des Decke Gewölbe.
Von dem Ortes Aura gefesselt gingen sie weiter bis eine Alte schwere Holztür, die an den Schanieren schon festgerostet schien ihnen den Weg verspeerte.
Als sie die Tür geöffnet hatten standen sie da, schweigend, voller Anmut, vielleicht auch voller Erschöpfung sancken die beiden auf die Knie, das was sich in diesem Raum befand verschlug ihnen die Sprache, kein Wort wollte ihnen über ihre Lippen racken.
In mitten des Raumes stand ein Altar, bedeckt mit einem weißen Leinentuch, darüber hing ein Gammadion, erhellt wurde dieses durch ein Loch in dem Gewölbe der Decke das einen gebündelten Lichtkegel auf dieses Kreuze warf.

Des Knappen Traumes, sie vermochten das Zeichen Gottes gefunden zu haben.

Alsdenn sie diesen Fund vermochten zu begreifen beschlossen sie, da es draußen auch schon dunkel wart, für diese Nacht hier zu bleiben den es gäbe wahrscheinlich kein besseres Versteck als dieses. Hier würde sie bestimmt niemand finden.
Als sie am nächsten Tage erwachten machten sie sich rasch auf die weitere Reise, den des einen Traumes Deutung hatten sie gefunden, doch was wart mit des zweiten.
Sie reisten Wochen durch eine Landschaft wo sie nicht wussten was sie erwartete, doch waren sie schon seit Tagen in dieser öden weiten Steppe unterwegs, ihre Beine vermochten sie nicht länger zu tragen , hinter sich schleifend das Schilde am Boden, ihr Rock  zerrissen, die Kraft am Ende.
Auf des Pferdes Rücken verpackten sie nur das notwendigste um das Roße zu schonen.
Seit Tagen verspürten sie Hunger, doch schlimmer wart der ewige Drang nach Wasser.
Des Gesichtes Haut wart rau geworden durch des feinen Staubes wegen, sie vermochten nur wenig zu reden vor lauter Schmerz, um die Lippen zu schonen die mit Rissen übersäht waren und wie durch tausend kleine Messerschnitte aufgeplatzt schienen.
Doch vermochten sie nicht zu zweifeln, auf dem falschen Wege zu sein. Der Glaube und ihrem starken Willen hatten sie es zu danken, das sie am Leben geblieben.
Es mochte der Zeitpunkt gekommen sein an dem ihre Kräfte schwindeten, der Wille war stark doch ihr Fleisch wurde schwach, all ihre Sinne waren betäubt, sie vermochten ihre Wahrnehmung nicht mehr zu begreifen was um sie herum geschah, wo sie waren und wie weit sie schon gegangen warten.
Der Zeitpunkt wart gekommen an dem sie all ihre Kraft verloren und zu Boden sancken, ohne ein Wort zu sagen lagen sie da und tratten ihrem Schicksal entgegen.
Alsden die Sonne am nächsten Morgen am Horizont aufging, der Morgentau auf ihren Gesichtern lag und des Rosses wirren und stampfen sie erweckte, da wart es so als ob sie neu geboren warten.
Als sie erwachten und die Schönheit derer sahen in der sie sich befanden , wart alles was sie auf sich nahmen und dessen Lohn sie nun bekammen, Gerechtfertigt.
Eine Landschaft so schön wie das Paradiese, mit blühenden Bäumen und Blumen, Büsche, Sträucher, ja sogar Früchte waren um sie herum .
Und inmitten jenem Paradiese, kam von der Feeelswand herab ein Wasserfall und sammelte sich keine zwei Schritte vor ihnen zu einem See. Des Wasserfalles Anblicks vermochten sie nur zu träumen, wartn sie doch kurz davor ihr Leben zu lassen, dachten sie.
Durch diese Kraft die sie erhielten um nicht ihr Leben zu lasen, sondern diesen Ort zu finden wart ein Geschenk Gottes das sie mit höchster Dankbarkeit annahmen. Des Rosses Durst wart ebenso groß wie ihr eigener  und es trank aus des klarem Seen Wasser auf dem die Seerosen herumtrieben und die Fische vor völliger Freiheit über das Wasser sprangen.
Durch des Wasserfalles Schönheit gefesselt, der die steile Felswand herunterfiel und dadurch ein lautes rauschen erzeugte und die Luft mit feinen Wassertropfen speiste, die durch den frischen und kühlen Wind auf ihren Gesichtern ablegten, vernahmen sie den drang an jene Stelle zu gehen um sich zu erfrischen und ihren Durst zu stillen.
Dort angelangt vermochten sie ihren Augen kaum zu trauen, sie vernahmen hinter des Wasserfalles Vorhang einen Eingang, eine Grotte dessen Größe nicht höher wart als ihr Schild.
Und als sie durch des Wassers Vorhang gingen und vor der Grotte standen vernahmen sie den Höhepunkt diesen Ortes.

Es stand inmitten dieser Grotte eine so von Schönheit geprissen, wunderschöne und reine, in all ihrer hervorbringenden Prachtes Glanz des Ritters Traumes Lilie.
Nun vermochten sie der Visionen Botschaft gefunden zu haben.

Des Glückes Herr vermochten sie noch einige Tage an jenem Orte zu verweilen bevor sie sich entschlossen zurück nach Akkon zu reisen.

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